Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten unserer Schülerinnen und Schüler

Ein bunter Flamingo findet seinen Weg

Ich habe mich immer als bunter Flamingo empfunden, der nirgends hinpasst. In der TAS aber hat es dann endlich gepasst.

Ich habe dort mit dem ersten Semester in einem reinen Jungenkurs begonnen und im Sommer des letzten Jahres nach insgesamt vier Jahren und der bestandenen Fachhochschulreife eine Ausbildung als Altenpfleger in Michaelshoven begonnen.
Nach dem HSA 10 habe ich mich bei verschiedenen Stellen beworben, ohne Erfolg, dann habe ich meinen FOR-Abschluss gemacht und ca. 170 Bewerbungen verschickt, wieder ohne Erfolg.
Meine Noten waren okay, also habe ich mit der Fachhochschulreife begonnen. Es war nicht leicht, aber ich habe mich durchgekämpft.
Jetzt bin ich ganz begeistert, da ich endlich mein Ding gefunden habe.
Die Praktika während der Schulzeit in anderen Berufsbereichen waren einfach nichts für mich, ich hatte nur noch Bauchschmerzen. Jetzt gehe ich gerne zur Arbeit.
Das, was ich an der TAS gelernt habe, kann ich in meiner Ausbildung sehr gut anwenden. Ich habe überall gute Noten.
Im Anschluss an meine Ausbildung, möchte ich Pflegemanagement studieren und irgendwann selber eine Einrichtung der Altenpflege leiten.
Ich bin jetzt glücklich.

Daniel


Meine Erfolgsgeschichte

Hallo! Ich heiße Elena Cornea und bin 37 Jahre alt. Mein Heimatland ist Moldawien, das ärmste Land Europas. In Moldawien habe ich erfolgreich die Realschule absolviert. Wegen der ärmlichen Verhältnissen konnte ich leider weder Abitur noch eine Ausbildung machen. Die Armut hat mich aber nicht gestört eine Familie zu gründen. So habe ich mit 18 Jahren meinen Mann geheiratet und mit 20 mein erstes Kind bekommen. Kurz danach kam das zweite Kind zur Welt. Damit unsere Kinder ein besseres Leben als wir haben, sind wir im Jahr 2001 nach Deutschland gezogen. Damals waren meine Söhne fast vier und zwei Jahre alt.

Als meine Kinder größer geworden sind, habe ich angefangen in der VHS Deutsch zu lernen. Nach drei Jahren wollte ich mit dem Abitur beginnen, was aber nicht möglich war, da mein moldawischen Realschulabschluss nicht einmal als Hauptschulabschluss nach der Klasse 9 anerkannt wurde. Deswegen habe ich in der TAS mit dem 1. Semester angefangen und die Schule sehr gut geschafft. So konnte ich das 2. Semester überspringen und mit dem dritten weiter machen. Nach dem 4. Semester habe ich einen guten Realschulabschluss bekommen und gleich danach im Köln-Kolleg  mit dem Abitur angefangen. Da es im KOOP-Kurs keine freien Plätze für den Vorkurs bzw. für das 1. Semester gab, wollte ich unbedingt  mit dem 2. Semester anfangen.

So habe ich in zweieinhalb Jahren erfolgreich das Abitur geschafft und zwar gleichzeitig mit meinem älteren Sohn! Im Herbst möchte ich anfangen das Lehramt für Mathematik und Russisch zu studieren. Ich freue mich sehr, dass sogar arme Menschen in Deutschland so viele Möglichkeiten haben.  Alles ist möglich! Falls Sie gar keinen Schulabschluss haben, dann fangen Sie in der TAS an und geben Sie nicht auf! Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, war für mich das Lernen an der TAS eine sehr gute Vorbereitung für das Abitur.

August 2014


„Ich bin sozusagen verliebt in meinen Job“!

Interview mit Justin Petty, ehemaliger Teilnehmer der Maßnahme „Aktiv in die Zukunft“, jetzt Auszubildender als Fachkraft im Fahrbetrieb bei der KVB seit dem 15.08.2015

Wie war Ihre TAS-Laufbahn im Projekt „Aktiv in die Zukunft“ und dann der Übergang in die Ausbildung bei der KVB?

Petty: Mein erster Versuch in der Maßnahme „Aktiv in die Zukunft“, war eine Vollkatastrophe. Fehlzeiten bis zum „geht nicht mehr“, dann kam die Abmeldung.
Der Vorschlag meiner damaligen Sozialpädagogin war, alternativ am Projekt „Planet Kultur“ teilzunehmen. Das war aber gar nichts für mich. Dann durfte ich nach Flehen und Betteln doch noch eine „Ehrenrunde“ an der TAS drehen. Ich bekam dann doch noch eine zweite (allerletzte) Chance die TAS zu besuchen. Darüber war ich sehr dankbar. Ich bin dann zwar auch mal zu spät gekommen, aber ich habe die Zähne zusammen gebissen, weil es ja die letzte Chance war.
In einem langen Gespräch habe ich meiner damaligen Sozialpädagogin Frau Prochaska meinen ursprünglichen Berufswunsch Lokführer genannt. Sie hat mir bei der Formulierung einer Bewerbung geholfen, mit mir das Bewerbungsgespräch geübt und den Kontakt zur Ausbilderin bei der KVB hergestellt. Das war sehr hilfreich und sie hat daran geglaubt, dass es für mich ein Weg sein könnte. Dann habe ich tatsächlich ein Praktikum bei der KVB bekommen! Dieses Praktikum bei der KVB war einfach super und mir wurde sogar gleich die Ausbildung angeboten. Auch das nächste Praktikum, im 1. Semester habe ich bei der KVB gemacht und das war auch großartig! Als ich am 19.06.2015 den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 in der Tasche hatte, begann ich 7 Wochen später bei der KVB meine Ausbildung.

Ich war happy!


Meine Erfolgsgeschichte

„Es war die beste Entscheidung die Fachoberschulreife an der TAS nachzuholen. Ich war in meiner regulären Schulzeit kein guter Schüler, weil ich damals nicht motiviert war. Bei der TAS hat mir das Lernen endlich wieder Spaß gemacht. Jeder, der weiterkommen will im Leben, sollte diese zweite Chance nutzen. Wenn man etwas erreichen will, kann man alles schaffen! Mit dem Glauben an sich selbst und mit Disziplin kommt man sicher ans Ziel.“ Ulrich Fritsch ( 24 Jahre )